Heuer schon zum wiederholten Male erreichte die Retter in den frühen Morgenstunden ein Notruf vom Zittelhaus am Hohen Sonnblick. Dieses Mal gab ein tschechischer Wanderer an, Schwindel und Herzprobleme zu haben, was den Wirt des Zittelhauses dazu veranlasste die Rettungskräfte zu alarmieren. Der 51-jährige Mann kam am Vortag in den späten Abendstunden mit einer tschechischen Gruppe auf den Hohen Sonnblick und ließ anklingen, dass er sich den Abstieg über den steilen Ostgrat (der derzeit einzig begehbare Abstieg nach Rauris) nicht mehr wirklich zutraue. Die Gruppe ließ den Mann mitsamt seiner Begleiterin schlussendlich am Zittelhaus zurück, nachdem sich am Morgen die gesundheitlichen Probleme eingestellt hatten. Der Mann konnte in den Morgenstunden vom Team des Notarzthubschraubers Alpin Heli 6 ausgeflogen werden.
Die Bergrettung Rauris weist eindringlich darauf hin, dass es sich beim Auf- und Abstieg auf den Hohen Sonnblick um eine hochalpine Tour handelt, bei der man am Ostgrat teils sehr ausgesetzt auf- und wieder absteigen muss. Traut man sich den Abstieg über solches Gelände nicht zu, wäre ein rechtzeitiges Umkehren angezeigt! „Dies ist im unteren Bereich des Grates nach den ersten „schwereren“ Stellen auch noch gut möglich“ so Ortsstellen- und Einsatzleiter Wolfgang Rohrmoser von der Bergrettung Rauris. „Zudem werden durch solche Vorfälle auch wichtige Ressourcen – wie ein Notarzthubschrauber – unnötig gebunden“ so der Bergretter weiter.
Bericht/Fotos: ÖBRD Rauris


